OKKLUSION/ BISS-STELLUNG

Okklusion ist die Beziehung zwischen Ihren oberen (Oberkiefer) und unteren (Unterkiefer) Zähnen, wenn diese in funktionellen Kontakt kommen, z.B. wenn Sie beissen, kauen oder den Kiefer schliessen. Die Art und Weise, wie die Kauflächen eines Ihrer Zähne zusammentreffen, wirkt sich auf die anderen Zähne aus, zusätzlich auch auf Ihr Zahnfleisch, Ihren Nacken, Ihren Kopf, Ihre Kiefermuskeln, Ihr Kiefergelenk und Ihre Mundgesundheit.

Es gibt eine Reihe von häufigen Anzeichen, die auf einen Fehlbiss (Mal-Okklusion) hinweisen, darunter sind:

  • übermässiger Zahnverschleiss

  • Zahnbruch

  • Zahnverlust

  • Zahnempfindlichkeit

  • Nackenmuskelschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Kiefergelenkprobleme /-schmerzen

  • Gelenkgeräusche beim Öffnen und/oder Schliessen

 

Eine normale Okklusion liegt vor, wenn die oberen und unteren Zähne mit dem geringsten Mass an destruktiven Interferenzen gut und gleichmässig zusammenpassen.

Die «ideale» und am wenigsten destruktive Okklusionsbeziehung ist die

Okklusion der Klasse I: die unteren vorderen Schneidezähne sitzen beim Zusammenbeissen direkt hinter den oberen Schneidezähnen.

Eine Malokklusion der Klasse II liegt vor, wenn die unteren vorderen Schneidezähne beim Zusammenbeissen deutlich hinter den oberen vorderen Schneidezähnen positioniert sind, häufig als Überbiss (overbite) bezeichnet. Es ist typisch, dass die unteren vorderen Schneidezähne in der Nähe oder auf dem Zahnfleischgewebe hinter den oberen Schneidezähnen aufschlagen. Wenn dies nicht behandelt wird, kann eine Malokklusion der Klasse II zu Beschwerden führen, übermässigem Oberkieferzahnverschleiss, Knochenschäden und schliesslich zum Verlust der oberen vorderen Schneidezähne führen.

Eine Malokklusion der Klasse III wird durch die unteren vorderen Schneidezähne identifiziert, die mit den oberen Schneidezähnen «Kopf-zu-Kopf» oder direkt vor diesen positioniert sind. Diese Art von Malokklusion kann auch als Kreuzbiss bezeichnet werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass, nur weil Zähne möglicherweise nicht »normal» aussehen oder in der Klassifikation der richtigen/passenden Okklusion fallen können, wenn es keine Anzeichen oder Symptome einer Pathologie gibt, die Okklusion für diese Person höchstwahrscheinlich «normal» ist. Ebenso ist es für eine Person mit einer «normalen» Okklusion möglich, unter Schmerzen und/oder Zahnproblemen zu leiden, die möglicherweise okklusale Anpassungen erfordern.

 

Die Muskeln, die das Öffnen und Schliessen Ihres Mundes steuern, können beim Kauen, Zusammenbeissen und / oder Zähneknirschen (Bruxismus) enorme Kräfte erzeugen. Wenn sie unbehandelt bleiben, kann die Malokklusion zu folgendem führen:

  • Chronische Kopfschmerzen

  • Kiefergelenkprobleme (TMD)

  • Muskelschmerzen

  • Zahnbewegung

  • Zahnverlust

  • Zahnverletzungen

  • Zahnverschleiss

  • Zahnempfindlichkeit

 

Wenn festgestellt wird, dass Ihre Okklusion zu Zahnproblemen beiträgt und / oder diese verursacht (abgesplitterte / abgebrochene Zähne, immer wieder brechende Restaurationen usw.), sollte ein Behandlungsplan entwickelt werden, um Ihre Okklusion anzupassen. Dies kann das Umformen, Restaurieren (Kronen, Veneers, Füllungen aus Kunststoff / Füllungen aus Keramik) oder das Repositionieren einiger oder aller Zähne durch die Kieferorthopädie umfassen.

 

Wenn Sie an einer umfassenden kosmetischen / ästhetischen Zahnbehandlung interessiert sind, wird die Gewährleistung eines stabilen Bisses für Ihre Mundgesundheit und die langfristige Haltbarkeit und Funktionalität der Veneers und / oder Kronen, die Sie erhalten, noch wichtiger. Eine stabile Okklusion ist eine Voraussetzung für eine lang-anhaltende und schöne ästhetische Zahnmedizin. Wenn Ihre Okklusion nicht richtig behandelt wird, besteht für Ihre Rehabilitation die Gefahr eines Misserfolgs.